Glaube keiner Statistik, …

… die Du nicht selber gefälscht hast. Jeder kennt diesen mittlerweile abgedroschenen Spruch.

Werden wir den Spruch in der Zukunft als “Glaube keinem Wikipediaeintrag, den Du nicht selbst gefälscht hast” kennen und verwenden? Wie komme ich zu dieser Vermutung? In dem Beitrag über den Damen-WM-Titel vor rund 14 Monaten habe ich über die Auswirkungen eines gefälschten Wikipediaartikels erzählt. Die Fälschung hat es dabei bis in eine Rede des deutschen Bundespräsidenten geschafft. Betroffene Medien habe ich exemplarisch auch angeführt.

Nun passierte ähnliches im BildBlog berichtet ein anonymer Autor, wie er dem neuen deutschen Wirtschaftsminister, von adeliger Herkunft, zu seinen vielen Vornamen einen weiteren, Wilhelm, hinzugefügt hat. Prompt fielen wieder eine Menge Medien (Print, Fernsehen und Online) darauf rein.

BildBlog berichtet ein paar Tage später über die (Nicht-)Reaktion dieser Medien.

2 dieser Reaktionen seien hier – exemplarisch – angeführt, wobei beide Medien schon auf das Bügelbrett reingefallen sind:

Spiegel Online widmet dem Fehler einen eigenen Artikel “in eigener Sache”.

BildBlog meint zur taz:

Die “taz” hat den “Wilhelm” online korrigiert und findet, dass “solche Täuschungsversuche (…) nicht zur Regel werden” dürften, denn dann sei “auf Wikipedia gar kein Verlass mehr”.

Nun, zweimal in 14 Monaten ist das schon “zur Regel geworden?”.

Sachen gibts.

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