Der Wolfgang Hagen ist schuld …

… dass es dieses (und ein Weiteres) Blog in dieser Form noch gibt. Und er weiß das nicht einmal.

Halb 9 abends

Ich schreib da ja nur hin und wieder, und auch sonst ist da eher weniger los, so dass ich nicht jeden Tag vorbeischaue. Jedenfalls schrieb Wolfgang vor einiger Zeit einen interessanten Tweet zu einem Thema, zu dem ich auch schon einmal was gebloggt habe. Es war ca. halb 9 abends als ich nach einem Fussballtraining noch unterwegs war und zwischendurch meine Twittertimeline (nach-)las. Und als ich auf den besagten Tweet stieß, wollt ich kurz in meinem schon länger zurückliegenden Artikel etwas nachschauen. Also Blog aufgerufen und … Panik. Fehlermeldung von wegen keine Datenbankverbindung und so … Pfff. Seite neugeladen, wieder dasselbe. Zweiten Blog aufgerufen. Auch dort derselbe Fehler. OK, hab also Providerproblem vermutet und deren Website aufgerufen. Tja, total kaputt. Ich war etwas beruhigt, schließlich vermutete ich ein allgemeineres Problem und nahm an, dass nach Behebung durch den Provider wieder alles funktionieren würde.

2 Stunden später

Rund 2 Stunden später hatte ich wieder kurz “Luft” und probierte die Providerwebsite -> ging wieder, danach diesen Blog probiert und … welch Überraschung, ich bekam das WP-Installationsscript. Zweiten Blog probiert, dasselbe Ergebnis. OK, spät(er) wars auch schon, habs beiseite gelegt und wollts am nächsten Tag nocheinmal probieren. Vielleicht war der Provider mit den Fehlerbehebungen noch nicht fertig.

Nächster Vormittag

Es war so gegen 9 als ich meine zwei Blogs wieder probierte und unverändert die Installationsscripts zu Gesicht bekam. Also rief ich die Providerhotline an. Das offensichtliche (die Probleme mit dem DB-Server) hatten wir schnell durch, dann aber das überraschende: “Fehlerbehebung ist abgeschlossen, es sollte wieder alles gehen”. Nein, tats nicht. Nicht für meine 2 Blogs. Nachdem wir dann noch schnell das “Habens im Browser eh aktualisiert oder könnts nach am Cache liegen?” abgehakt haben, und das beschriebene Verhalten auch beim PC des Providermitarbeiters auftrat, versprach man mir, sich das anzuschauen, und sich bei mir zu melden. Pfff, ähem. Aber dass die Blogs weg sein, könnten kam mir noch nicht in den Sinn.

Mittag

Eine Nachricht vom Provider kam. Man hätte nach Fehlerbehebung das Backup von 12 Uhr (des Vortages) eingespielt und aus einem unerfindlichen Grund wäre das Backup meiner Blogs da fehlgeschlagen, daher gabs auch kein Restore meiner Blogs. Man würde versuchen ein 18 Uhr Backup (vom Vortag) einzuspielen, könne aber nichts garantieren. Hmmm, erste Zweifel kamen auf. Zur Sicherheit noch eine Nachfrage und damm bekam ich die “Bombe”. Man würde alle 6 Stunden (0 Uhr, 6 Uhr, 12 Uhr, 18 Uhr) sichern, aber keine Backups aufheben. Also z.B. das 6 Uhr Backup vom Donnerstag überschreibt das 6 Uhr Backup vom Mittwoch. Man erklärte mir, dass man nach Bemerken des Crashes das 12 Uhr- und das 18 Uhr Backup weggesichert hätte. Aber nur die 2. Es war mittlerweile dreiviertel zwei des Tages nach dem DB-Server-Crash.

Also kurz rekapituliert. Um 12 Uhr des Crashtages scheitert das Backup meiner Blogs, wann genau der Crash passierte, wußte ich nicht, aber um halb 9 abends war er schon passiert. Wenn der crashauslösende Fehler ein schleichender war, wie groß war dann die Wahrscheinlichkeit, dass das 18 Uhr Backup helfen würde? Das 0 Uhr und das 6 Uhr Backup des Crashtages waren mittlerweile überschrieben. Und der Provider teilte mir mit:

im schlimmsten Fall könnte es leider passieren, dass wir die Daten wirklich nicht mehr wiederherstellen können.

Pfff. Echt jetzt?

Halb 5 nachmittag

Mail vom Provider. Inhalt wußte ich schon, weil ich es schon ausprobiert hatte. Blogs konnten wiederhergestellt werden.

Und die Moral …

… von der Geschichte? Um Backups seiner Blogs muss man sich also selber kümmern.

Ach ja, danke docboone71. Ohne Deinen Tweet und das Bedürfnis was nachzulesen, hätt ich den Crash erst (Tage?) später entdeckt und ob die aufgehobenen Backups beim Provider dann noch verfügbar gewesen wären, ist ungewiss.

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